Köfi an der Schlundbleimontage

 

Schlundbleisysteme sind relativ leichte Spinnmontagen für tote Köderfische.

Ein absoluter Bringer im Bergsee und in ruhigen Flusspassagen.

 

 

Material: Stationärrolle ab der 2000er Klasse aufwärts. Leichte Spinnrute mit nicht zu harter Spitzenaktion 2,3-2,7ml  WG 5-15 Gramm.

Gute Mono der 20er-24er Stärke. Schlundbleisysteme 3-6 Gramm.

Wo Wurfweiten über 35 Meter nötig werden, auch Laufbleie und Dreifachwirbel.

 

 

Köder:  Tote Elritzen, Lauben, Gründlinge und Koppen der Grössen 7-12 cm.

Frische Köder sind optimal, gefrorene mit Salz konservierte gehen aber auch gut. Von Fischen aus dem Formalinglass halte ich persönlich nichts.

 

Praxis

 

Die Absinkphase.

 

Leider beobachte ich auch Heute noch viele Angler die das Absinken der Montage nur als übeln Zweck den Köder auf Arbeitstiefe zubringen sehen. Meistens nutzen diese Kollegen die Zeit um sich eine Zigarette anzuzünden oder das Panorama zu geniessen einige legen sogar die Rute aus der Hand. Das alles ist ja schön und bequem, lässt sie aber das zuschnappen einer Forelle zu spät oder gar nicht erkennen. Konzentration, vom Augenblick an wo das Fischchen im Wasser aufschlägt ist also notwendig.

In mitteltiefen und tiefen Bergseen sieht die Absinkphase bei mir wie folgt aus. Nach dem aufschlagen des Köders auf der Wasseroberfläche schliesse ich den Rollenbügel und straffe die Schnur auf eine gerade Linie bei starkem Seitenwind ziehe ich sie mit eingetauchtem Rutenspitz unter Wasser gerade, um dann den Rollenbügel sofort wieder zu öffnen und einen kontrollierten Schnurablauf auf die gewünschte Tiefe zu gewährleisten. Den Schnurablauf überwache ich mit waagrecht gehaltenem Rutenspitz ganz genau, zu schnelles Absinken seitliches ausscheren oder gar Absinkstop im Freiwasser wird sofort durch leichtes anheben des Rutenspitzes kontrolliert. Ihr werdet bald feststellen das ein krankes, schwaches Fischen das auf den Grund zuschwebt für praktisch alle Räuber eine leichte und attraktive Beute ist und mit etwas Übung und der nötigen Aufmerksamkeit kriegt ihr die Bisserkennung auch mit offenem Rollenbügel hin.

Die Einholphase.

 

Da es des Variantenreichtums wegen eines ganzen Buches bedürfte, um alle Techniken zu beschreiben, beschränke ich das Thema hier auf die meiner Ansicht nach fundamentalen Techniken.

Jiggen: Fischchen auf Grund sinken lassen und es dann mit Rutenspitz und Rolle beschleunigen wieder absinken lassen, beschleunigen etc. etc.

Genau so wie ein Gufi am Jighead.

Twitchen: Fischchen beim Einholen mit zupfen und leichten Rutenschlägen seitlich ausbrechen lassen (in allen Wassertiefen die meiner Meinung nach effektivste Methode).

Tot auf Grund: Fischchen 2 Minuten am Ort liegen lassen und es dann langsam einen oder zwei Meter ziehen und es dann dort wieder zwei Minuten liegen lassen. Wenn man sicher ist einen Hotspot gefunden zu haben kann man die Intervalle natürlich auch verlängern.

(Frisch getötete Köfis sind bei dieser Technik erste Wahl, gefrorene gehen aber auch).

 

Wenn man alles richtig macht, wird man es früher oder später mit dieser Interessengruppe zu tun haben.

 

Vor und Nachteile der Montage

 

Vorteile:

 

 -   für den Fisch ist sie praktisch unsichtbar

-         langsames Absinken, man fischt schon in der Absinkphase

-         durch das biegbare Blei kann man dem Fischchen beliebig viel Aktion einhauchen

-         Schlundbleimontagen sind weniger hängerträchtig als kopflastige

     Köfi- Systeme

 

Nachteile :

 

-  relativ kleiner Aktionsradius des leichten Gewichts wegen

    ( vorbleien bringt Abhilfe)

-  in starkströmenden Einläufen/Flüssen wird der Köder schnell verdriftet

 

Zum Abschluss noch ein Foto eines richtig angeköderten Fischchens.

 

                               Viel Spass beim Ausprobieren

 

 

Oberflächenfischen

 

Oberflächenfischen Part I

Sbirulino

 

Material: Sbirulinos (10-25g) schwimmend oder langsam sinkend, Sbirulino oder Allroundrute (4-5 ML und WG 15-40g), Stationärrolle der 2500 Klasse, Hauptschnur gelfochtene 0,08-0,1mm, Dreifachwirbel und Stopper sowie monofiles Vorfachmaterial der Stärke 0,14-0,22mm.

 

Montage:

 

Köder: Bienenmaden, Tebos, Mistwürmer, Heuschrecken und Elritzen wie Naturköder.

Trocken/Nassfliegen, Streamer ,Froschimitate, kleine Spinner und Schwimmwobbler wie Kunstköder.

 

Führung, Tipps und Tricks: Bienenmaden, Mistwürmer und Tebos biete ich ausschliesslich an geschränkten Haken der Grösse 5-7 an, damit der Köder beim geringsten Zug dreht. Die Montage kann aber auch unbewegt gefischt werden (Ansitz).

Heuschrecken, werden an geraden Haken der Grösse 4-7, je nach Grösse des Insekts und immer durch den Brustpanzer angeködert. Wenig Bewegung nur leichtes vibrieren reicht aus.Ein Polystirolkügelchen vor dem Haken lässt sie länger schwimmen.

Tote Elritzen am 2er Haken, Streamer und Froschimitate, werden mit kurzen Pausen eingestript. Achtung, der Biss kommt oft in der Ruhe oder Absinkphase.

Trocken und Nassfliegen, sollten mit permanentem, möglichst langsamen Zug geführt werden, damit man die kurzen und meistens heftigen Anbisse auch verwerten kann.

Oberflächenfischen Part II

 

Springerfliegen am verbleiten Zapfen

 

Material: , Sbirulino oder Allroundrute (4-5 ML und WG 15-40g), Stationärrolle der 2000-3000er Klasse, Hauptschnur geflochten 0,08-0,1mm,

verbleite Zapfen (10-30g), monofiles Vorfachmaterial der Stärke

0,18 - 0,20 mm, Trocken oder Nassfliegen und Verbindungswirbel.

 

Voraussetzungen: Die Fähigkeit Springer binden zu können.

 

Montage:

Führung: Die Montage sollte mit permanentem, möglichst langsamen Zug geführt werden, damit man die kurzen und meistens heftigen Anbisse auch verwerten kann.

 

Hier einige verbleite Zapfen, mit Karabinern bestückt, für schnelles Wechseln der Montage oder des Wurfgewichts.

Hier einige Variationen die ich am Bergsee verwende. (Für den Bergsee wähle ich eher schlichte und kleinere Fliegen)

Tipps und Tricks : Steigende Fische mindestens 5Meter überwerfen und den Köder langsam in die Nähe ziehen. Diese Montage ist übrigends mit einem transparenten Buldo, auch im Fluss/Bach ein echter Bringer auf Äschen, Forellen und Alet.

 

Achtung: Diese Montage ist nicht überall gestattet, und die Anzahl Springer wechselt von Kanton zu Kanton (informiert euch also vorher und viel Spass beim Ausprobieren)

 

 

Spinning mit schwerem Locklöffel und Naturköder

Eine einfache, aber sehr effiziente Technik im Bergsee Salmoniden anzulocken und zu fangen.

So wirds gemacht:

Locklöffel (5-8cm lang und 6-12 gr. schwer)l an die Hauptschnur knüpfen, dann an den Locklöffel ein Vorfach von 10cm bis 50cm länge binden und zuletzt einen geschränkten Haken (Grösse 5-7) montieren.

Köder:Bienenmaden, Tebo, Mistwürmer und Regenwurmstücke.

Wichtig ist das der Köder bei geringstem Zug rotiert, deshalb auch die geschränkten Haken.

Führung:langsames bis mittelschnelles Spinning in allen Wassertiefen, oder jiggen und kurz auf Grund liegenlassen am besten mit einer farbigen Polystirolkugel am Köder (der langsam aufsteigende Köder macht die Salmoniden Wahnsinnig.)

Extra Tip bei Fehlbissen auf den Locklöffel, das Vorfach bis auf 5 cm einkürzen...

 

 

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